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...der Sprachpension seit Neuestem, facettenreich, farbig und lebendig wie das Leben und Lernen bei uns. Schon auf der Startseite erhält der Besucher so einen optischen Eindruck von dem, was ihn hier erwartet: Momentaufnahmen - von Sprachkursen und Urlaubsaufenthalten, aus verschiedenen Räumen und Blickwinkeln des Hauses und seineer Umgebung, Blumen, die auf dem Balkon erblüht sind, gedeckte Tische, die auf hungrige Gäste warten, Spiele, die gespielt wurden, Ausflüge, die unternommen wurden und Feste, die gefeiert wurden ziehen an ihm vorbei.
Appetithäppchen, die neugierig machen sollen auf die anderen Seiten... Selbstverständlich werden sie im Laufe des Jahres an die wechselnden Jahreszeiten angepasst, immer wieder neue Eindrücke, Farben und Ansichten präsentieren und so vermitteln, dass es hier zu keiner Zeit langweilig ist. Lassen Sie sich überraschen!
Der Textblock der Startseite ist breiter geworden und gliedert sich jetzt in drei Spalten. Doch er ist auch flexibler geworden und schiebt sich ganz sanft zusammen, wenn ein Besucher mit schmalerem Monitor die Seite besucht. Die beiden neu gewonnenen Spalten bieten Platz für Besonderes: Downloads, Empfehlungen, Hinweise und aktuelle Angebote, aber auch das Angebot der Sprachpension im Stichwort-Format für eilige Besucher. - Eine neue Gliederung und einige Umformulierungen im Text sind der Suchmaschinen-Optimierung geschuldet, die in den kommenden Monaten die Sprachpension auf Top-Positionen bei Google & Co. katapultieren soll.
Nach und nach soll das 3-spaltige Layout auch für die Unterseiten übernommen werden. Die deutschen sind schon fertig, die englischen und russischen folgen in Kürze.
Natürlich gibt es auch auf den Unterseiten einge Neuerungen. Machen Sie sich auf und entdecken Sie sie selbst! (11.04.2013)
In den vergangenen Wochen habe ich jede freie Minute dafür verwendet, mich in die Skriptsprache PHP einzuarbeiten. Das Ergebnis dieser Fleißarbeit sind ein paar weitere Neuerungen auf der Website der Sprachpension, die es Interessenten und Buchungswilligen noch leichter machen, sich über das Angebot der Sprachpension zu informieren und Anfragen und Buchungen zu verschicken: Die neuen Online-Kontakt- und Buchungsformulare für B&B- und Sprachkurs-Anfragen und Buchungen sind wirklich leicht auszufüllen, weil alle Felder, die nicht benötigt werden, deaktiviert sind. Die Sprachpension bekommt alle notwendigen Kontaktdaten ohne lange Rückfragen. Im B&B-Bereich haben sich die neuen Online-Formulare nach dieser kurzen Zeit bereits bewährt.
Viel einfacher ist es auch geworden, eine klare und schnelle Antwort z.B. auf die Frage zu erhalten: Was kostet mich denn so ein Sprachkurs, wenn ich 3 Wochen Deutsch lernen möchte mit 15 Stunden Sprachunterricht , 3 Stunden Fachsprache Medizin und 6 Stunden Aktiv+Kreativprogramm pro Woche, Unterbringung im Einzelzimmer und Halbpension? Dafür brauchen Sie jetzt keine e-mail mehr an die Sprachpension zu schreiben, denn dies beantwortet Ihnen im Nu der neue Kurskosten-Kalkulator. Sie finden ihn im Menü-Punkt "Kurse + Preise".
Und wenn Ihnen die Website der Sprachpension gefällt oder Sie eine Idee haben, wie man sie noch besser machen könnte, wenn Sie Gast in der Sprachpension gewesen sind und künftigen Gästen etwas mitteilen möchten, dann schreiben Sie doch einen Beitrag in das neue Gästebuch der Sprachpension! Sie finden es unter "Lob + Kritik" (24.06. 2011)
Eigentlich ist das gar keine Neuigkeit mehr, denn die beiden jungen Leute aus Moskau waren schon im Mai 2010 an einem Wochenende meine Gäste. Doch erst vor kurzem entdeckte ich ihren bebilderten Reisebericht im "Live Journal". Wer Russisch kann, ist eingeladen, ihn zu lesen, alle anderen können sich wenigstens an den schönen Fotos erfreuen, vom Frühstück in der Sprachpension - und vor allem aus Freiburg: http://dos-caras.livejournal.com/507241.html (22.05.2011)
Sie haben es schon bemerkt: Die Website der Sprachpension hat ein neues Gesicht. Das Hauptmenü ist schlichter geworden, die Links zu den Sprachen sind jetzt auf allen Seiten zu finden, dafür ist die "Willkommen"-Startseite ganz weggefallen und die Startseiten der 3 Sprachversionen enthalten nicht nur das Hauptmenü und Bilder, sondern kleine einleitende Texte zu allen Punkten des Hauptmenüs. Es gibt auch einige Änderungen auf den Unterseiten: zum Beispiel eine bessere Beschreibung des Kursangebots und die Zusammenfassung aller Infos zum Thema Bed&Breakfast (Kurzvorstellung der Unterkunft-Alternativen, Preise und Belegungskalender) im Menüpunkt "Bed&Breakfast". Die ganze Umstrukturierung (ein Teil der Änderungen ist technischer Art und nicht unmittelbar sichtbar.) hat zwei Ziele: Sie soll die Website noch nutzerfreundlicher machen und sie soll sie in Suchmaschinen leichter auffindbar machen. Dazu gehört auch, dass sie unter der englischsprachigen Domain www.thelanguageguesthouse.de und unter der russischsprachigen www.jazykovojpansion.de jetzt ebenfalls zu finden ist. (02.05.2011)
Wer in der letzten Zeit die Sprachpension über eine Suchmaschine zu finden hoffte, hat sich vermutlich gewundert, auf einer wenig seriösen Seite zu landen. Das hängt damit zusammen, dass die Website der Sprachpension leider Opfer einer Virus-Attacke wurde. Das Virus hat unbemerkt auf dem Server eine Weiterleitung auf jene Seite installiert. Inzwischen wurde der Schädling beseitigt und seine Aktivitäten rückgängig gemacht und die Sprachpension ist wieder unter Google & Co. zu finden. (02.05.2011)
April 2013
Im Oktober gab es im Hof der Sprachpension noch einmal ein herbstliches Blütenfest mit der erstmals erblühten gelben Datura, den Dahlien, die dank selbst bereitetem Kompost so schön blühten wie noch nie zuvor und den zahllosen blutroten Trichtern der Mandevilla. Hier ein paar Fotos davon:
Hof der Sprachpension im Herbst 2012
Blühende Engelstrompete (Datura)
Mandevilla
Leider dauerte es nicht allzulange, denn schon im Oktober kamen ein bis zwei richtig kalte Frostnächte, die ein ganz eiliges Einräumen der ganzen Blumenpracht nötig machten. Die Datura wurde zurückgeschnitten auf 20 cm (au, das hat auch mir weh getan!) und in die Waschküche zum Überwintern gestellt, die Pflanzen, die im Winter die Blätter verlieren, wanderten in die dunkle Garage, die anderen Töpfe kamen ins Treppenhaus, das bald an Mowglis Dschungel erinnerte:

Treppenhaus der Sprachpension im Winter /eine Pflanzenbewohnerin, die
nicht mit ins Haus durfte
Bis Ende Oktober war die Sprachpension auch noch gut besucht von zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland, obwohl das Wetter es nicht mit allen gut meinte. Eine Familie aus der Schweiz waren die ersten, die einen ganzen Tag lang das Carsharing-Angebot nutzten, ein Paar aus Italien überraschte mich mit einer leckeren Gabe aus seiner Heimat: einer Flasche Rotwein und einer großen Packung italienischer Pasta. - Auch einige Wiederkehrer konnte ich begrüßen: die Familie aus Slovenien, für die der Kaiserstuhl und die Sprachpension das richtige Heilmittel gegen Stress ist und die deshalb hier schon mehrfach zu einem Kurzurlaub anreiste sowie drei Herren vom Niederrhein, die zum zweiten Mal hier auf Genießertour waren.
Im Oktober kam auch noch ein Sprachkursgast, der erste aus dem Top-Management einer global operierenden Firma, der in der deutschen Firmenzentrale seit wenigen Wochen für den weltweiten Vertrieb zuständig war. Er war Engländer, und die englischsprachigen Deutsch Lernenden haben es schwerer als andere - nicht weil sie schlechter lernen, sondern weil ihnen kaum jemand die Chance gibt, Deutsch zu sprechen, weil ja heute bei uns jeder Englisch kann. Das ist für einen Vertreter aus der Chefetage einer internationalen Firma vielleicht besonders schwierig, denn seine Mitarbeiter wollen ihn ja nicht in die Verlegenheit bringen, mühsam nach Worten und richtigen grammatischen Formen suchen zu müssen. - Eine Woche lang haben wir intensiv miteinander gearbeitet und ich habe dabei völlig vergessen, dass ich auch Englisch kann.
Eine
traditionelle Tür aus dem Holz der kanarischen Kiefer
Anfang November war es dann schließlich soweit: Die Gäste waren erstmal verabschiedet, ich packte meinen Rucksack und flog für 11 Tage in URLAUB! - Den hatte ich nötig, denn das Sommer-Herbst-Quartal hat mich zeitweilig an meine Kräftegrenzen gebracht und ich fing an darüber nachzudenken, im kommenden Jahr für diese Zeit einen Studentenjob zu vergeben, um vor allem die Hausarbeit delegieren zu können.
November ist vielleicht nicht die optimale Zeit, um in Urlaub zu reisen, und ich wollte etwas anderes als Schmuddelwetter sehen. Also flog ich nach Teneriffa, quartierte mich in einem gemütlichen Wandererhostel in dem schönen alten Städtchen La Orotava ein, das von der Hotelbauwut der touristischen Zentren fast ganz verschont geblieben ist, und machte von da aus Tagestouren mit dem Linienbus, Wanderungen und faule Tage am Meer. Die Temperaturen lagen bei angenehmen 23 Grad, die Hibiskushecken blühten noch, die Strelizien und die Weihnachtssterne begannen gerade ihre Blüte. Es hatte die Tage zuvor zum ersten Mal seit 18 Monaten geregnet und überall zeigte sich frisches Grün, selbst in der Vulkanwüste der Cañadas - Frühling eben. Hier ein paar Impressionen von meinem ersten Urlaub seit Bestehen der Sprachpension:

Das Museum für Ibero-amerikanisches Kunsthandwerk in La Orotava / ein
Exponat im Museum

Der Atlantik bei Garachico im Norden der Insel / Strelizien
Man sieht, dass ich noch ein wenig daran arbeiten muss, bis der Patio der Sprachpension einen ähnlich gediegenen Eindruck macht wie der des Ibero-amerikanischen Museums, doch der Anfang ist gemacht: Natürlich konnte ich als eingefleischte Pflanzennärrin nicht widerstehen und kaufte als Souvenir eine kleine Strelizie und einen gelben Hibiskus im Töpfchen. Beide sind umgetopft und stehen jetzt in der Küche auf der Fensterbank und bald....bald..., wenn der Kaiserstühler Frühling wirklich da ist, dann dürfen sie nach draußen und sich richtig an ihre neue Heimat gewöhnen.
Im November konnte ich meinen ersten ungarischen Sprachkursgast begrüßen. Er lebte und arbeitete seit ein paar Wochen in Deutschland und sollte sich - so schnell wie möglich - nicht nur in seinem neuen Arbeitsgebiet sondern auch in der neuen Sprache routiniert bewegen. Dafür bekam er ein regelmäßiges deutsches Sprachtraining in seiner Firma - und jetzt also eine Woche intensiv in der Sprachpension. Selbstverständlich haben wir alles getan, um die kurze Zeit so gut wie möglich zu nutzen. Aber für Kreativität war auch noch Platz, wie die folgenden Fotos beweisen:

Sprachkursgast Istvan aus Ungarn an der Dekupiersäge und beim Schmirgeln
Sauber gearbeitetes Sprachtrainings-Souvenir /Weihnachtsmarkt im Städtchen
Burkheim
"Mittelalter"-Markt
am Burkheimer Schloss
Im Dezember hatte ich Wochenendgäste aus Paris, mit denen zusammen ich den Burkheimer Weihnachtsmarkt besuchte. Dort versuchte ich, ein paar schöne stimmungsvolle Fotos zu machen, aber die meisten waren leider nur für die Tonne geeignet. Weihnachtsmärkte sind einfach schwierig, mit einer kleinen Kamera zu bewältigen. Oben sehen Sie meine besten Aufnahmen.
Den Jahreswechsel konnte ich wieder mit internationalen Gästen feiern. Larisa aus St Petersburg war zum Sprachkurs da und Deborah und David aus England waren Gäste aus dem vergangenen Sommer, denen es im Kaiserstuhl so gut gefallen hat, dass sie sich entschlossen haben, in Oberrotweil eine Wohnung zu kaufen. Noch mit der Suche beschäftigt haben sie auch die Feiertage im Kaiserstuhl verbracht und wir hatten einen perfekten Silvesterabend zu viert mit Fleischfondue, einer langen Partie "die Siedler von Catan" und der doppelten Gelegenheit, auf das Neue Jahr anzustoßen, denn in Russland beginnt es ja schon 3 Stunden früher als hier und Larisa hatte auf ihrem Laptop das heimatliche Fernsehprogramm:
n
Die Neujahrsnacht mit Gästen aus Russland und England /....und der Moskauer
Neujahrsparty im TV
So kamen wir in den Genuss, die Neujahrsansprache des russischen Präsidenten und wenig später die Glocken des Moskauer Kreml zu hören, ohne die man sich in Russland einfach keine Neujahrsnacht vorstellen kann. Um die mitteleuropäische Mitternacht gab's dann als Draufgabe die Live-Glocken der Oberrotweiler Kirche und das Silvesterfeuerwerk der Kaiserstühler - ach ja, natürlich nicht zu vergessen: Angestoßen haben wir mit echtem Champagner (den uns Deborah und David aus Frankreich mitgebracht hatten) - man gönnt sich ja sonst nichts.... Eine alte Schusterweisheit sagt: "Doppelt genäht hält besser" - ob das auch für "doppelt aufs Neue Jahr angestoßen" gilt, bleibt abzuwarten.

Larisa beim Lernen der unregelmäßigen Verben
Im Neuen Jahr galt es dann erstmal, Larisas Sprachkurs zu einem guten Abschluss zu bringen - und danach kehrte viel Ruhe ein in der Sprachpension und ein Winter, der überhaupt nicht mehr aufhören wollte. Der Kaiserstuhl versank zwar nicht im Schnee wie andere Gegenden, doch die Sonne war anscheinend in Urlaub gefahren. Der Himmel war immer nur grau und kalter Regen wechselte mit feuchtem Schnee ab.
Im Februar kam noch Jisook, eine Amerikanerin mit koreanischen Wurzeln, die jetzt in Hamburg lebt und bei einer deutschen Firma arbeitet. Ihr Sprachkurs war eine Kurzversion von gerade mal 3 Tagen, doch sie war dennoch davon angetan und schrieb mir Folgendes in das Gästebuch der Sprachpension:

Na klar doch, liebe Jisook, ich komme gern nach Hamburg, aber nicht im Winter (Das letzte Mal war ich dort im Januar und erinnere mich an ziemlich kalte und dazu windige Tage..) - Ob ich regulär Minikurse von 3 Tagen Dauer anbieten sollte? - Anscheinend gibt es eine Nachfrage. Sind das die heutigen Trends? Trend zum Kurzurlaub und Trend zum Kurzsprachkurs....
Im März gab es die mittlerweile fünfte Rotweinnacht im
Weinkeller des Oberrotweiler Winzervereins. Ich war dabei - nicht mit einem
Sprachkursgast sondern als Mitglied des Touristik-Vereins zum Tisch decken
und Servieren, doch ich hatte meine kleine Kamera dabei und habe versucht,
die Stimmung im Bild festzuhalten.
- Fotos folgen demnächst. -
Ostern war schon Ende März in diesem Jahr und der Frühling ließ noch immer auf sich warten. Da ließen dann auch die Touristen auf sich warten. Voriges Jahr klingelten am Osterwochenende noch abends nach neun Leute an der Tür und fragten nach einer Unterkunft - und dieses Jahr hatte ich freie Zimmer und eine unbelegte Ferienwohnung. Nur eine Familie aus Frankreich mit zwei Jungs von 10 und 11 Jahren hatte sich eingefunden. der Ältere von beiden lernte Deutsch in der Schule seit einem Jahr. Da erinnerten sich auch die Eltern an ihre schulischen Deutschkenntnisse und buchten ein Familien-Osterwochenende in der Sprachpension, um beim gemeinsamen Abendessen und Frühstück ihre Deutschkenntnisse zu testen und dem Nachwuchs ein gutes Beispiel zu geben. Es hat uns allen viel Spaß gemacht und ich hoffe, die alle vier im nächsten jahr wiederzusehen.
Jetzt ist es Mitte April und endlich ist der Frühling da mit Sonnenschein
und bis zu 25 Grad.
Ich habe den ersten warmen Sonntag zu einer Wanderung auf dem Kirschbaumpfad
genutzt, aber die Kirschbäume enttäuschten: Sie waren noch nicht aufgeblüht.
Wenn ich Fotos machen will, werde ich wohl noch einmal gehen dürfen.
Jetzt wartet die Sprachpension auf Frühlingsgäste mit frisch gesäubertem Frühstücksbalkon und Blumenkästen an Balkon und Fenstern. Kommt in Scharen!
September 2012
Nein, es ist erst September und die 2012er Saison ist noch nicht zu Ende, doch ich beginne davon zu träumen, irgendwo am Meer zu sitzen, aufs Wasser zu gucken und an nichts zu denken, denn dieser Sommer war bereits richtig anstrengend.
Im zeitigen Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahr immer wieder im Kaiserstuhl wandern zu gehen, viel zu fotografieren und dann den Menüpunkt "Breisgau + Kaiserstuhl" mit mehr Informationen anzureichern und mit mehr Leben in Form von individuellen Wegbeschreibungen und Bildern zu füllen. Meine erste Wanderung führte mich bereits im Februar dick vermummt bei beißenden Minusgraden zum Schlossberg bei Achkarren, zu den Resten der Burg Höhingen und zum Flaumeichenwald am Büchsenberg.

Steinbruch am Achkarrer Schlossberg und Blick vom Schlossberg
bei Eiseskälte im Februar
Die zweite Wanderung ging am 25. März auf dem Badbergpfad zunächst nach Oberbergen und dann über den Badberg bis nach Eichstetten. Das Wetter war mittlerweile frühlingshaft mild, die Wiesen ließen erstes Grün ahnen und auf dem Badberg konnte man Küchenschellen bewundern und Smaragdeidechsen fotografieren.
Der Badberg am 25. März und eine Bewohnerin
Schon eine Woche später brach ich wieder zu einer Wanderung auf. Diesmal ging es von Oberrotweil aus zum Totenkopf und Neunlindenturm und weiter ins Liliental, am Lenzenberg vorbei und schließlich nach Ihringen. Im Wald blühten die Buschwindröschen und das Immergrün und im Arboretum nahe der Gaststätte "Lilie" standen die Kirschbäume in voller Blüte.
In der Straußenwirtschaft "Martinshöfe" bei Ihringen ist am 1.
April schon was los.
Maiglöckchen waren dabei, ihre Blätter auszurollen, doch von den vielen wilden Orchideen noch keine Spur. Dafür war es offenbar noch zu früh im Jahr. Deshalb beschloss ich, im Mai noch einmal wiederzukommen ins Liliental und das habe ich dann auch gemacht. Mein Weg führte mich diesmal von Bötzingen hoch zum Vogelsangpass und von dort erneut über den Knabenkrautpfad hinunter zum Liliental.
Knabenkrautpfad in Richtung Liliental /Arboretum Liliental: Hier
der Eisbirkenwald
Orchideen im Arboretum Liliental: Helmknabenkraut, Brandknabenkraut
und Pyramidenorchis
Einige Stunden habe ich im Arboretum zugebracht um Orchideen zu fotografieren. Die schönsten Ergebnisse werden demnächst im Menüpunkt "Breisgau + Kaiserstuhl" zu besichtigen sein. Auf dem Rückweg ließ ich den Totenkopf rechts liegen und wandte mich in Richtung Bickensohl und von dort nach Oberrotweil.
Ja, und das war's dann auch erstmal mit den Wanderungen, denn von da an gab es mehr Dinge, die mich davon abhielten als solche, die mich dazu verführten, die Wanderstiefel zu schnüren: Pflanzen mussten umgetopft und für den Sommer nach draußen umquartiert werden, Fenster mussten geputzt werden, Holunderblüten geerntet und Sirup und Gelee bereitet werden. Immer häufiger galt es Gäste zu begrüßen, zu bewirten oder zu verabschieden und an manchen Tagen war einfach das Wetter regnerisch. Später kam die hochsommerliche Hitze und schließlich, im Juli und August und bis in den September hinein hatte ich Sprachkursgäste hier und dazu Feriengäste: Die Waschmaschine lief zweimal am Tag, die Bügelwäsche stapelte sich nicht ganz bis zur Decke, Frühstück für viele Gäste und häufig noch Abendessen für einige musste vor- und zubereitet werden. Freie Tage bekamen Seltenheitswert.
Wieder hatten sich Besucher von überallher eingefunden: ein Schweizer/italienisches Paar schon Ende April, die Slovenen, die schon mehrfach hier waren, Amerikaner aus Ohio und Pennsylvania, ein junges Paar aus Neuseeland und mehrere Familien, Paare und Alleinreisende aus Australien, ein spanisch-kroatisches Paar, das in Brüssel lebt und eine britische Familie, die in Deutschland lebt und in Luxembourg arbeitet, drei Studentinnen aus Hongkong, Malaysia und Singapur, die zurzeit ein Auslandssemester in Bonn verbringen, Familien aus Frankreich, Taiwan und Israel, Italien, Belgien, Spanien, Finnland, Schweden und Russland. Nicht zu vergessen all die

Frühstück mit Studentinnen aus Südostasien und Gästen aus Deutschland
Durchreisenden auf dem Weg in den Süden, die meisten davon aus den Niederlanden, Belgien und Dänemark und immer wieder auch Einheimische und Grenzgänger aus Ravensburg, Berlin, München, Bonn, Frankfurt, Stuttgart, Schwerin, dem Elsass, Hannover und Ostfriesland, dem Schwarzwald und der Ortenau. Aus Frankfurt kam eines Tages eine halbe Kinder-Fußballmannschaft mit Betreuern, die für eine Nacht das Gästehaus in eine Art Jugendherberge verwandelten. Ein Amerikaner machte eine Tour durch sämtliche deutschen Vergnügungsparks. Den Europapark besuchte er an zwei Tagen und hätte es dort sicher auch eine Woche ausgehalten ohne in seiner Begeisterung nachzulassen.
Familien aus Deutschland, Israel und Frankreich beim Frühstück
und Abendessen
Einige Gäste besuchten die Sprachpension zum wiederholten Mal, nicht nur die beiden Familien aus Slovenien, sondern auch zwei der "Käferfreunde (luftgekühlt)", die anno 2009 ihr Nostalgie-Wochenende in der Sprachpension verbrachten. Diesmal kamen sie auf Vespas angefahren und erzählten mit jugendlicher Begeisterung von ihrer Leidenschaft für alte Fahrzeuge. Und die Besucher der kulinarischen Weinwanderung, die bei mir wohnen, sind auch schon seit 3 Jahren die gleichen.
Grüße der Vespafahrer im Gästebuch der Sprachpension
Zum ersten Sommersprachkurs im Juli kam Deborah aus England. Sie wohnte mit ihrem Mann 2 Wochen lang in der Gästewohnung der Sprachpension, doch zum Frühstück trafen wir uns auf dem Balkon und tauschten Gastgeber-Erfahrungen aus, denn die beiden betreiben ein Bed&Breakfast in East Anglia. Im Unterricht behandelten wir Mittelstufenthemen: Lesetexte aus Zeitungen und Zeitschriften, Übungen zur Erweiterung des Wortschatzes, die Vorbereitung eines kleinen Referats. Und am Wochenende besuchten wir alle zusammen eine Aufführung der Breisacher Festspiele.

Unsere "Küchenchefs" Jasmin und Simon in Aktion: Grillabend
auf dem Balkon...

...mit Sprachkursgästen aus Russland und Spanien.
Im August und Anfang September kamen dann 5 weitere Sprachkursgäste aus verschiedenen Ländern: Enzo, ein Elektriker aus dem Tessin, der für Gespräche mit Kunden aus der deutschsprachigen Schweiz sein Deutsch verbessern wollte; Céline, eine 16jährige französische Schülerin, die viel zu spät eine Absage von der Familie bekommen hatte, bei der sie ursprünglich leben und Deutsch lernen wollte. Sie kam gewissermaßen als "Notfall" in die Sprachpension. Leider konnte ich sie nur für eine Woche aufnehmen, doch ich bin froh und erleichtert, dass sie am Ende ihren Ersatzkurs dennoch positiv bewertete. - Kirill, ein junger Russe, reiste aus Moskau an. Auch er war 16 Jahre alt, doch für sein Alter unglaublich vielseitig interessiert und unglaublich selbständig. Er löcherte mich mit Fragen und konnte nicht genug Neues lernen und erfahren, doch es war ein Vergnügen mit ihm zu arbeiten. Nach dem Unterricht setzte er sich aufs Fahrrad oder benutzte den Zug oder Bus um die Gegend zu erkunden. Und wenn er zurück war, erzählte er seine Eindrücke und Abenteuer. Ich werde die Geschichte so schnell nicht vergessen, wie er mit dem Fahrrad in Colmar eine Reifenpanne hatte und sich auf Deutsch und ziemlich wenig Französisch nach einer Fahrradwerkstatt durchfragte. Es war wohl nicht einfach, aber er hat sich zu helfen gewusst - Klasse!

Mitch aus Atlanta auf dem Weg nach Freiburg / Spielabend auf dem
Balkon mit Mitch und Gregorio
Eine Deutschlehrerin aus Spanien war mein vierter Sprachkursgast im August. Im Unterricht diskutierten wir Stundenentwürfe für die Mittelstufe - das war auch spannend für mich, denn die konstruktiven Gespräche mit Kollegen vermissse ich in meiner Sprachpension schon etwas. Bei den Mahlzeiten drehten sich die Gespräche (auch mit Kirill) um Politik, Geschichte, Wirtschaft und Kultur, um persönliche Erlebnisse und um die aktuelle Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Spanien und den Rest von Europa. Bei allen Gesprächen hatte Maria (Name geändert, da die Schülerin anonym bleiben möchte) ihr Blöckchen dabei, spitzte die Ohren nach Redewendungen und besonderen Ausdrucksweisen im gesprochenen Deutsch und notierte sich alles, was für sie neu und interessant war. Schließlich kam noch Mitch, ein Amerikaner aus Atlanta, der seinen Entschluss, Deutsch zu lernen, auf eine Begegnung während seines Dienstes in der Marine zurückführte: bei einem Besuch der Kieler Woche kam er zum ersten Mal nach Deutschland und lernte einen deutschen Marineoffizier kennen, und das muss eine sehr positive Begegnung gewesen sein.
Gregorio beim Stöbern in einem Bücherantiquariat in Freiburg
Gregorio aus Barcelona kam nicht zum Deutsch lernen, aber um Deutsch zu sprechen. Er buchte zum Frühstück noch das Abendessen in der Sprachpension und verlängerte seinen zuerst auf eine Woche geplanten Aufenthalt um eine weitere Woche. So gab es jede Menge Gelegenheit zu Gesprächen bei den Mahlzeiten und ich habe wieder viel Neues über Spanien gelernt.
Bei all der vielen Arbeit war es ein Segen, dass zwischendurch meine Tochter Jasmin Entlastung brachte. Sie kam zusammen mit einem Studienkollegen aus Würzburg, und beide zauberten uns an vier Tagen ein leckeres Abendessen. Am letzten Abend gab es eine Grillsession auf dem Balkon. Mit ihnen war es natürlich auch viel spannender, gemeinsam "Die Siedler von Catan" zu spielen als nur zu dritt.

Gottesanbeterin und fromme Winzerwünsche im Rebhisli
Einer meiner diesjährigen Sommergäste kam aus dem Insektenreich und verirrte sich eines Tages in meine Wohnung. Da habe ich schnell die Kamera geholt und die grüne Dame portraitiert, denn sie war eine von denen, für die der Kaiserstuhl berühmt ist. Gern faltet sie fromm die Hände, deshalb bekam sie den Namen "Gottesanbeterin". Doch ihre Frömmigkeit ist geheuchelt, sie ist eine echte Räuberin und schreckt auch nicht davor zurück, ihren Ehemann zu verspeisen, sobald dieser seine Gattenpflichten erfüllt hat.
Ja, und weil wir gerade beim Thema "Frömmigkeit" sind: Bei meiner Wanderung im kalten Februar fand ich in einem zu dieser Jahreszeit recht verlassenen Rebhisli die frommen Wünsche eines Winzers in schön geschnörkelter Frakturschrift: Da man sie auf dem kleinen Foto nur schlecht lesen kann, hier der Text:
"Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lass' die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
und auch Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür,
dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort!"
Dem lässt sich eigentlich nichts mehr hinzufügen.
April 2012 Im Kaiserstuhl ist wieder Frühling!

Frühling 2012 in Oberrotweil: Eine prächtigen Magnolie und ein
Blick zum Badenberg am 01.April
Schon die ersten Touristen der Saison im März genossen ein Frühstück auf dem Balkon und die zwei Wochen vor Ostern waren einfach traumhaft mit strahlend blauem Himmel und blühenden Mandelbäumen. Doch wir hatten nach einem bis dahin milden Winter ohne jede Schneeflocke einen bitterkalten, aber weiterhin schneelosen Februar, der meiner armen gelben Topfrose mit seinen Frösten leider sehr zugesetzt hat. Sie wollte viel zu früh ihre Knospen öffnen, die jetzt alle erfroren sind. Im nächsten Winter bekommt sie einen Platz in der Garage zum Überwintern - ich habe es ihr versprochen. *)
Der Winter brachte zwar keinen Schnee, dafür aber drei Firmen-Sprachschüler von zwei neuen Firmen-Kunden. Den ersten von ihnen, einen Kanadier, konnte ich schon im Dezember begrüßen. Er wagte in der Sprachpension seine ersten Schritte, die deutsche Sprache zur Verständigung zu benutzen, obwohl er bereits einige Zeit in Deutschland lebt. In seiner Arbeit betreut er eine internationale Hotline und hatte sich prima daran gewöhnt, dass nicht nur die Kunden, die er berät, sondern auch seine Kollegen am deutschen Arbeitsplatz Englisch mit ihm sprachen. In der Sprachpension haben wir dann nicht nur grammatische und phonetische Nüsse geknackt, sondern auch einen Nachmittag lang zusammen Pfefferkuchen gebacken, was ihm offensichtlich Spaß gemacht hat. Doch ich war so beschäftigt, auf die Pfefferkuchen achtzugeben, dass ich es versäumt habe, ihn dabei zu fotografieren, was mir heute noch Leid tut.
Pfefferkuchen-Bäckerei: Zutaten und Ergebnis
"Discussion at meals was the best," schreibt er in seinem Feedback-Fragebogen, "but would be better, if Anne spoke a little slower although she spoke very clearly" - Immerhin haben wir diese Gespräche beim Essen ausschließlich auf Deutsch geführt und er hat mich verstanden und selbst Deutsch gesprochen und das ist schon nicht schlecht für einen Anfänger, der bisher der deutschen Sprache eher aus dem Weg ging.
Im Januar kam dann eine junge Italienerin, die schon zu Hause in der Nähe von Milano bei der italienischen Tochter eines internationalen deutschen Konzerns beschäftigt war. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet sie in Deutschland als Betriebswirtin im Controlling. 7 Monate hatte sie bereits in der Firma Deutsch gelernt, als sie für eine Woche in die Sprachpension kam. Francesca war eine gewissenhafte Lernerin. Grammatikthemen der Mittelstufe haben wir behandelt, einen Filmbeitrag aus einem Fernseh-Wirtschaftsmagazin als Hörübung durchgenommen, über interkulturelle Erfahrungen bei der Arbeit im Ausland gesprochen sowie das Schreiben eines Berichts und das Diskutieren über ein kontroverses Thema geübt. Auch ich habe von ihr gelernt - nämlich was ein Controller in einer großen, internationalen Firma zu tun hat. Und wir haben zusammen einen Bildervortrag in der Freiburger Volkshochschule besucht - über eine Pilgerreise zu Fuß von Freiburg bis nach Rom.
Sprachkursgast Eric aus China bei einer grammatischen Puzzle-Aufgabe
Anfang März schließlich konnte ich Eric in der Sprachpension begrüßen; auch er kam zu einem Firmen-Sprachtraining. Er hat mir auch seinen wahren Vornamen verraten, doch der ist für Mitteleuropäer schwer auszusprechen und schwer zu merken, denn Eric kam aus dem Reich der Mitte - geboren in Peking und zuletzt als Nachwuchs-Führungskraft in Shanghai tätig. Um ihn für das globale Business fit zu machen, schickte ihn seine Firma für 3 Jahre zur Konzern-Mutter nach Deutschland, wo er jetzt mit seiner Familie lebt. Angefangen mit dem Deutschlernen hatte er vor einigen Monaten in der Firma, doch beim Erzählen von seiner Arbeit im Logistikbereich gingen ihm die englischen Fachvokabeln noch erheblich leichter von der Zunge als die deutschen. Doch wir haben daran gearbeitet und schließlich hat er hier vor mir als aufmerksamem Publikum seine erste kleine Firmenpräsentation auf Deutsch gehalten.
Natürlich haben wir auch ein Aktivprogramm absolviert: einen Besuch in Freiburg und eine Besichtigung der Breisacher Sektkellerei Geldermann.

Mit Eric in der Turmstube des Freiburger Münsters /
Rechts mit historischen Feuerlöscheimern aus Leder
Kurz vor Ostern kam dann der erste Besucheransturm frühlingssehnsüchtiger Touristen in den Kaiserstuhl - unter ihnen die Eltern von Karina, einer ehemaligen Moskauer Schülerin von mir, die vor einem Jahr hier gewesen ist. Seit Ostern arbeite ich nun mit Emmanuelle, einer französischen Schülerin, die in wenigen Wochen Ihre "Bac"-Prüfungen (das französische Abitur) schreiben muss und hier in einem Super-Intensivprogramm richtig fit für eine gute Note werden möchte. Sie ist sehr motiviert, mag Sprachen gern und arbeitet mit großem Eifer, doch nach der ersten Kurswoche sieht man schon die Qualmwölkchen aufsteigen, wenn Emmanuelle im Unterricht konzentriert arbeitet: Höchste Zeit, mal was anderes zu machen! Und das haben wir dann auch getan. Am grauen und regnerischen Sonntag haben wir uns auf eine abenteuerliche Bahnreise in den Schwarzwald begeben, um das Freilichtmuseum "Vogtsbauernhof" zu besuchen. Und heute haben wir zusammen gekocht - jedoch nicht, ohne das Kochrezept vorher in die Passivform zu bringen... (22.04.2012)

Der Vogtsbauernhof ist just 400 Jahre alt geworden / Wagner-Werkstatt
im Freilichtmuseum
Vogtsbauernhof: Historisches Sägewerk / Informationszentrum über
die Geschichte des Hofs mit Emmanuelle

Kontaktaufnahme mit den "kleinsten Pferdchen der Welt"/
auf Exkursion am Limberg bei Sasbach
*) Dieses Versprechen kann ich nicht mehr einlösen. Die Rose hat ihr Leben im Frost ausgehaucht, und der japanische Fächerahorn ebenfalls.
September 2011 Es herbstelt draußen...
...mit nicht mehr hochsommerlichen, doch immer noch freundlichen Temperaturen und zeitweiligen Regenfällen. Die Zwiebelkuchen- und Federweißer-Saison hat begonnen. Eine lange Traktorenschlange mit großen Bottichen voller Weintrauben auf dem Anhänger wartet vor der Winzergenossenschaft, um dort ihre süße Fracht abzuliefern. Auch ich habe meine Hof-Rebe bereits abgeerntet und die Trauben zu Saft und Gelee verarbeitet. Wer mein Gast wird, bekommt es zu kosten als süße Versuchung auf dem Frühstückstisch.
Hof-Rebe/ Traubengeleevorräte
Der Sommer bescherte der Sprachpension wieder viele internationale Gäste. Die Holländer und Dänen auf der Durchreise nach dem Süden waren wie immer am zahlreichsten. Viele von ihnen kamen nur für eine Nacht und staunten, wie schön es hier ist. "Ja, man kann hier richtig Urlaub machen. Das ist hier die Toscana Deutschlands" mache ich fleißig Werbung für den Kaiserstuhl. Und die eine oder andere Familie überlegt es sich, ob es sich lohnen könnte hier mal ein paar Tage zu bleiben. Es gab aber auch Traffic in die andere Richtung: Italiener aus Florenz auf dem Weg nach Holland!

Highlights auf dem Frühstücksbalkon: Bougainvillea- und Kaktusblüte
Außerdem eine bunte Mischung aus aller Herren Länder: 4 Chinesinnen schon im April, eine Familie aus Slowenien, die schon mal hier war, mehrere Familien aus den USA, darunter einige echte Texaner, ein bulgarisches Ehepaar, das in Luxembourg lebt, 3 Inder auf Businesstrip und 2 indische Familien, wohnhaft in Delhi und in Los Angeles, die in Europa zusammen auf Urlaubsreise waren, außerdem einige Kanadier und Australier, unter den letzteren ein Motorradfahrer (der aber nicht mit dem Motorrad direkt aus Australien kam) und zwei Damen auf 3-monatiger Europa-Tour. Dann eine Familie aus Tschechien und zwei aus Israel, ein sehr sportliches Ehepaar über 60, die den ganzen Weg von Dänemark bis in den Kaiserstuhl mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten (!), und eine Familie aus Finnland, die wenig Finnisches an sich hatte: die Frau stammte aus Südafrika und der Mann aus Argentinien, kennen gelernt haben sie sich in Dubai.
Frühstücksgäste aus Taiwan und aus Finnland
Solche kosmopolitischen Familien hatte ich schon mehrere hier: zum Beispiel ein deutsch-brasilianisches Ehepaar oder eine Familie, die schon im vergangenen Jahr hier war: Sie war Spanierin, er Österreicher, sie hatten viele Jahre in den USA gelebt und waren seit einem Jahr in Deutschland. Die Kinder waren alle 3 sprachig - da kann man neidisch werden. Oder das französische Paar aus Nancy: die Frau war Französin, der Mann Amerikaner norwegischer Abstammung. Natürlich gab es auch einige deutsche Gäste, Wander- und Fahrradurlauber und Familien mit Kindern. Und wenn gegenüber im Weingut "Freiherr von Gleichenstein" mal wieder eine Hochzeit gefeiert wird - und das geschieht durchschnittlich zweimal jährlich - dann sind die Gästezimmer in der Sprachpension ausgebucht, denn auch wenn es wirklich spät - oder besser früh - wird, haben müde getanzte Hochzeitsgäste nur ein paar Schritte zu gehen, bis sie ins Bett plumsen können.
Es waren auch einige Sprachkursgäste hier, zum Beispiel eine Spanierin aus Barcelona, von der ich eine Menge über die katalanische Kultur erfahren habe. Mit ihr habe ich ein weiteres Mal Kellerführung und ausführliche Weinprobe beim Kaiserstühler Winzerverein mitgemacht, außerdem aber auch die Traktorsafari des Weinguts Landerer, auf der wir die vier Nasen der professionellen Weinverkostung kennengelernt haben. Leider hatte ich die Kamera zu Hause vergessen, so konnte ich die Gaudi der Traktorfahrt und die Nasen im Weinglas nicht im Bild festhalten.

Mahlzeiten mit Sprachkursgästen aus Spanien und der Schweiz
Ein junger Schweizer aus dem Tessin war mein erster Sprachkursgast, der an einer Legasthenie/ Dyslexie leidet. Da mir die Auswirkungen dieser Lernstörung recht vertraut sind (ich habe eine Tochter, die davon betroffen ist), habe ich es gern übernommen, für den 16-jährigen ein individuelles Programm zusammenzustellen mit praktischen und spielerischen Anteilen und langen Erholungspausen zwischen den einzelnen Unterrichtsblöcken - oder auch mal einem spontanen Themenwechsel, wenn eine plötzliche Denkblockade das Weiterarbeiten unmöglich machte. Das Experiment darf als gelungen betrachtet werden. Der junge Mann hatte selbst das gute Gefühl, Fortschritte gemacht zu haben in den zwei Wochen seines Kurses: in einigen Bereichen der Grammatik, im Hörverstehen und im Sprechen. Und er hatte auch Spaß, zum Beispiel an dem Gesellschaftsspiel "Lingua" (ähnlich wie "Scrabble"), bei dem er - mit einem Wörterbuch bewaffnet - mir das Gewinnen wirklich nicht einfach gemacht hat. - Der Einzel-Unterricht bietet die optimalen Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse von Menschen mit Lern-Hindernissen einzugehen. Ich freue mich auf weitere Sprachkursgäste mit Handikaps, die diese Chance nutzen.

Sprachkursgäste beim Lingua-Spiel und auf dem Naturerlebnispfad
Waldkirch
Eine weitere Premiere war mein erster Mutter-Kind-Sprachkurs mit Jill und Sofia (8 J). Die beiden sind Amerikanerinnen, die seit einem Jahr in Basel leben. Sofia besucht eine internationale Schule und lernt dort Deutsch, die Mama hat einen Erwachsenen-Sprachkurs besucht. Beide guckten ein bisschen ängstlich und skeptisch, was da wohl auf sie zukommen mag, als wir die erste Stunde beginnen wollten. Doch mit dem Thema "Tiere" haben wir einen guten Einstieg geschafft und die Skepsis verflog. Zwar war die Mama ein bisschen frustriert, wenn Sofia eine neue Struktur ohne viel Überlegen gleich anwenden konnte und Sofia runzelte gelangweilt die Stirn, wenn die Mama alles genau erklärt haben wollte, doch beim Singen von "Drei Chinesen mit 'nem Kontrabass", beim Backen von badischen Flammkuchen und paradiesisch leckeren Himbeersahne-Törtchen und beim Galgenmännchen-Spiel hatten sie beide Spaß. An einem Sonntag machten wir gemeinsam mit Max, dem jungen Schweizer, einen Ausflug nach Waldkirch zu einem Naturerlebnis-Pfad im Schwarzwald, der unter anderem mit einigen Seil-Hängebrücken und einer 190 m langen Röhren-Rutsche lockte.


Erster Kreativ-Urlaub in der Sprachpension
Im Juli hatte ich meine erste Kreativ-Urlauberin hier. Sie kam aus dem Osten Deutschlands (wo meine Laubsäge-Motive herkommen), hatte offensichtlich Bastel- (wenn auch nicht Dekupiersäge-) Erfahrung und geschickte Hände und sie brauchte wirklich nicht viel Anleitung und Übung, bis sie im Gefühl hatte, wie sie mit der Säge umgehen musste, um Teile sauber auszusägen. Auch sie begann damit "Laub" (nämlich Blätterformen) zu sägen: ein Gingko-Blatt, ein Ahornblatt, ein Weinblatt. Dann machte sie sich an ein Fensterbild mit einem Krippenmotiv und hatte Geduld und Ausdauer, dieses fertig zu bringen.
April 2011 Der Frühling ist da!
Im März hatte ich eine Sprachschülerin aus Moskau hier, die bei unseren Ausflügen und Spaziergängen den Frühling fotografiert hat. Hier ist ein Beispiel, das mir besonders gut gefällt:

Frühling im Kaiserstuhl / März 2011
Wir haben zusammen auch eine Fahrradtour unternommen: Nach Burkheim und dann am Rhein entlang nach Breisach .

Fahrradtour nach Breisach - hier am Burkheimer See / Erste Versuche
an der Dekupiersäge
Und sie war auch mein erster Gast, der die Dekupiersäge ausprobiert und Formen von (Laub-)blättern ausgesägt hat. Nur war das Wetter meistens viel zu schön, um die freie Zeit gern im Haus zu verbringen.
Ende Februar/ Anfang März war der mittlerweile fünfte Sprachkursgast aus Tschechien zu einem Firmensprachtraining in der Sprachpension. Außer spannenden Übungen zu den Relativsätzen und anderen Highlights aus der deutschen Grammatik galt es auch wieder, ein interessantes Aktivprogramm auf die Beine zu stellen. Vor der Touristensaison ist die Auswahl noch nicht so groß, doch auch im Februar gelingt es ohne weiteres, für Abwechslung und Erlebnis zu sorgen. So haben wir zusammen einen Vortrag des Ihringer Naturzentrums zum Thema "Rebflurbereinigung und Naturschutz" besucht, der eine Herausforderung für das Hörverstehen war, und außerdem (auch für mich) eine Menge interessanter Informationen über die Wechselbeziehungen zwischen Weinbau und Naturschutz im Kaiserstuhl lieferte. Weitere Ausflüge gingen zur Sektkellerei Geldermann in Breisach (mit Betriebsführung) und zum Elztalmuseum in Waldkirch.

Orgelbaumuseum Waldkirch mit Sprachkursgast als Kurbler
Da in Waldkirch das Orgelbauerhandwerk eine 200 jährige Tradition hat, ist im Elztalmuseum eine bemerkenswerte Sammlung mechanischer Flötenuhren, kleiner und größerer Dreh- und Jahrmarktorgeln bis zu beeindruckenden (von der äußeren Erscheinung und musikalischen Power) Orchestrien zu besichtigen. Wir hatten das Glück, eine sehr schöne Führung mit Demonstrationen einer Reihe von Instrumenten mitzumachen, und da mein Gast in der Gruppe der einzige gut trainierte junge Mann war, waren seine Muckis gefragt, um einem der etwas größeren Instrumente die Musik zu entlocken.
Wir haben auch den Bunten Abend des Oberrotweiler Pfauenrates zur alemannischen Fasnet besucht, doch die Büttenreden auf Alemannisch waren für das Sprachverständnis meines tschechischen Gastes denn doch etwas zu happig - und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch längst nicht alles verstanden!
Dezember 2010: Im Dezember war hier ein russischer Sprachkursgast, der neugierig auf die deutsche Vorweihnachts- und Weihnachtszeit war. An mehreren Tagen besuchte er den Freiburger Weihnachtsmarkt, um endlich ein paar gelungene Fotos von dort mit nach Hause zu nehmen. Doch die vielen Menschen, die sich um die einzelnen Stände drängelten, haben ihm dieses Vorhaben nicht gerade leicht gemacht.
Im Unterricht gab es passend zur Saison einen Adventskalender: Jeden Tag
ein Türchen öffnen? - Nein, ein kleine Faltschachtel aus farbigem Papier,
in der es statt Süßigkeiten mehr oder weniger knifflige, jahreszeittypische
sprachliche Aufgaben zu lösen galt.
Möchten Sie ein Beispiel? - Hier ist eins:
Leise rieselt der ________Leise rieselt der ___________ Ergänze im Text dieses Weihnachtsliedes die Reimwörter! |
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Wir hatten ein sehr familiäres und zugleich internationales Weihnachtsfest in der Sprachpension: In einer gemütlichen Runde zu sechst mit dreien meiner Kinder und zwei Sprachkursgästen aus Russland und Indonesien haben wir bei einem deutschen Weihnachtsbaum (mit echten Kerzen!) ein Schweizer Käsefondue und Burgunder Fleischfondue genossen, dazu Kaiserstühler Wein und zum Knabbern ostpreußische Pfefferkuchen nach dem Familienrezept, das ich noch von meiner Oma habe.

Weihnachtsessen in der Sprachpension
Das Wetter hat uns ein Bilderbuchweihnachten beschert mit Schnee und am zweiten Feiertag dazu Sonnenschein! Die folgenden Fotos sind auf einem Spaziergang mit meinem russischen Gast auf die Mondhalde entstanden, einen nahen Aussichtspunkt, von wo man bei klarer Luft den Schwarzwald und die Vogesen und mit Glück sogar die Schweizer Alpen sehen kann. Das konnten wir jetzt freilich nicht, doch von der großen runden Scheibe, auf der festgehalten ist, in welcher Richtung die großen Städte dieser Welt liegen, haben wir den Schnee weggekratzt und nachgeschaut, wo Moskau liegt.

Kaiserstuhl im Winter / Weihnachten 2010
In der ersten Novemberhälfte gab es noch ein paar richtig farbige Herbsttage. die ich auf einem Spaziergang mit einem weiteren Sprachkursgast aus Tschechien mit der Kamera festgehalten habe:
Kaiserstuhl im November (mit Palme!)
Auch dieser Gast interessierte sich für die Hochkönigsburg im nahen Elsass und so kamen die folgenden Bilder zustande:
Hochkönigsburg/Rittersaal und Waffenkammer (mit Sprachkursgast)
Oktober 2010

Es ist Oktober, die Trauben im Kaiserstuhl sind abgeerntet. Etwa 60 Blumentöpfe und Pflanzkübel sind von Balkon und Hof ins Haus umgezogen. Die Tage sind kurz und empfindlich kühl geworden. Die Sonne lässt sich seltener blicken und auch die Feriengäste werden weniger. Die Touristen-Saison 2010 ist fast zu Ende. Da ist es an der Zeit, einen kleinen Rückblick zu halten:
Nach einem schwierigen Anfangs- und Krisenjahr 2009 gibt das Jahr 2010 Anlass, optimistischer in die Zukunft zu blicken: Zahlreiche Gäste, deutlich mehr als im vergangenen Jahr haben in der Sprachpension auf dem Weg in den Süden übernachtet, für ein paar Tage Kurzurlaub genossen oder auch eine oder 2 erholsame Ferienwochen verbracht. Immer wieder waren die Gästezimmer voll belegt und auch die neue Gästewohnung hatte eine ermutigende Startsaison.
Auch die Zahl der Sprachkursbuchungen hat erfreulich zugenommen. Nach einem ersten Firmensprachkurs im Herbst 2008 (damals für eine leitende Mitarbeiterin im ukrainischen Zweigwerk eines mittelständischen deutschen Werkzeugherstellers) gelang es 2010, eine weitere international agierende Firma (Zulieferer für die Herstellung und den Betrieb von Textilmaschinen) vom Konzept der Sprachpension zu überzeugen. Bereits drei technische Führungskräfte aus einer Produktionsstätte in Tschechien haben in diesem Jahr mit gutem Erfolg ein Sprachtraining in der Sprachpension absolviert. Ein vierter Mitarbeiter, ebenfalls aus dem technischen Management, wird im November zu einem Sprachtraining kommen.
Rotweinnacht im Oberrotweiler Winzerkeller
Zufriedene Kunden sind die beste Werbung, deshalb möchte ich hier aus einem Brief dieser Firma zitieren: "...großes Kompliment, ich freue mich, daß unsere tschechischen Führungskräfte bei Ihnen in der Sprachpension so erfolgreich waren. Sie haben beide einen guten Schritt voran gemacht und fühlten sich offensichtlich beide sehr gut aufgehoben. ... Wie immer, wenn etwas erfolgreich ist, ensteht auch Folgebedarf. Unsere tschechische Tochter möchte gerne zwei weitere Führungskräfte aus dem unteren/mittleren Management bei Ihnen in der deutschen Sprache weiter qualifizieren. .."
Wunderbar war es, dass Gäste aus aller Welt als Touristen oder für
einen Sprachkurs den Weg in die Sprachpension gefunden haben.
Sie kamen aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden, der Schweiz,
Finnland, England, Polen, Russland, Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien,
den USA, Kanada, Japan, Taiwan, Indien, Israel und natürlich auch aus
Hamburg, Sachsen, Thüringen, vom Niederrhein und vom Bodensee, aus
dem Schwarzwald und aus Stuttgart, aus dem Ruhrgebiet, aus Berlin und aus
Ostfriesland - bestimmt habe ich noch das eine oder andere vergessen.
Besuch auf der Hochkönigsburg im Elsass (mit Sprachkursgast)
Mit meinen Sprachkursgästen habe ich alle Mahlzeiten geteilt. Doch auch mit einigen meiner Urlaubsgäste gab es gemeinsame Frühstücksrunden, für ein paar habe ich auch Abendessen gekocht und gemeinsam mit ihnen in unterhaltsamer Runde getafelt. Ein Pärchen aus Amerika hat mich aufs Weinfest nach Freiburg mitgenommen, mit Sprachschülern war ich unter anderem auf der Hochkönigsburg im Elsass, im Automobilmuseum in Mulhouse und bei einer Führung mit Weinprobe und einer Rotweinnacht mit 4-Gänge-Menü im Oberrotweiler Winzerkeller. Mit Gästen aus Belgien habe ich Kochrezepte diskutiert, mit Holländern das Endspiel der Fußball-WM im Fernsehen angeschaut. Manche haben mit mir über Gott und die Welt philosophiert, andere Wissenswertes über Blumenpflege mit mir ausgetauscht. Mit einigen habe ich eine Deutschunterricht-Schnupperstunde gehalten, anderen über die Besonderheiten des Kaiserstuhls erzählt, oder Tipps für Ausflüge gegeben.

Besuch im Automuseum (Sammlung Schlumpf) in Mulhouse
Ich hatte Akademiker und Arbeiter, Selbständige, Beamte und Rentner zu Gast, frisch Verheiratete auf Hochzeitsreise und langjährige Ehepaare, Familien mit Kleinkindern und solche mit Teenagern, auch eine Frau, die mit 5 Kindern unterwegs war. Menschen mit interessanten Berufen waren hier und andere mit spannenden Hobbys, Leute auf Businesstrip, Besucher von Familienfesten und natürlich Urlauber: Weingenießer und Naturfreunde, ein Fotograf auf Insektenjagd mit seiner Frau und eine Gruppe Mineraliensammler, Amerikaner auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie, Maler, Musiker und Motorradfahrer. - Viele waren erstaunt, wie schön der Kaiserstuhl ist und alle schätzten das Frühstück in der Sprachpension, den mediterranen Flair des Hauses und die persönliche, gastfreundliche Atmosphäre.

Sitzplatz zwischen mediterranen Pflanzen (mit einer Familie aus Holland)
Die Sprachpension gibt es erst seit gut zwei Jahren, sie kann noch nicht mit langjährigen Stammgästen aufwarten. Doch die ersten sind schon wiedergekommen: Ein russisches Paar, das aus beruflichen Gründen in der Schweiz lebt, kam schon nach wenigen Wochen für ein zweites Wochenende und brachte noch Freunde aus Russland mit. Zwei begeisterte Fahrradfahrer aus Belgien hatten das Glück, im Juni hier den kurzen diesjährigen Hochsommer zu erleben. Den ganzen Tag waren sie auf ihren "Fietsen" unterwegs, um dann abends auf dem Balkon die bodenständige Küche der Sprachpension zu genießen. Offensichtlich hat es ihnen geschmeckt, denn Ende September waren sie wieder da und brachten ein zweites, befreundetes Paar mit.
Frühstücksgäste aus Indien
Ein Familie aus Indien, die seit ein paar Jahren in San Franciso lebt, gehörte zu den ersten Gästen in der neuen Ferienwohnung. Die Frau gestand mir, sie habe sich spontan in diese Gegend hier verliebt. Sie hofft, eines Tages wiederkommen zu können zu einem Deutschkurs. - Das hoffe ich natürlich auch und träume davon, für sie und ihren kleinen Sohn ein Mutter-Kind-Programm anzubieten: 2 bis 3 Stunden Intensivunterricht am Tag für die Mama und eine Stunde mit Liedern und Spielen auf Deutsch für Mutter und Kind (Wie schön, dass ich noch Spielsachen und Bilderbücher von meinen Kindern hier habe). Für die Unterrichtszeit der Mama suchen wir dann eine nette Babysitterin oder ich frage mal im örtlichen Kindergarten, ob ein kleiner Inder für ein paar Wochen zu Besuch kommen darf.
Meine chinesischen Gäste, eine Frau, die beruflich schon öfter in Europa war und ihrer Schwester und ihren Eltern Deutschland zeigen wollte, kamen im Zug angereist und nutzen begeistert die Möglichkeiten des Konus-Gästetickets. Sie wohnten für eine Woche in der Ferienwohnung, waren mit Bus und Bahn viel unterwegs und haben eine Menge gesehen.
Lichterbogen "Dresdener Frauenkirche"
Das Kreativangebot wurde bisher noch nicht von Gästen genutzt, doch meine Präsentationsstücke im Treppenhaus und die schöne Dekupiersäge in der Küche der Sprachpension ernteten durchaus Beachtung. Ein Gast aus Holland hätte mir den Lichterbogen mit der Silhouette der Dresdener Frauenkirche sofort abgekauft als Dekoration für sein Blumengeschäft zuhause. Doch einer der Gäste im Oktober fühlte sich sofort angesprochen von der Idee zu einem Laubsäge-Kreativurlaub. Er verriet mir, dass er aus einer Schreinerfamilie stammt und das Arbeiten mit Holz liebt und möchte in ein paar Monaten zu einem Kreativ-Wochenende wiederkommen. Wunderbar. Ich freue mich darauf.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen meiner Gäste (und erfreulichen Bewertungen auf "Tripadvisor" und "Bed&Breakfast.com") lassen meine Zuversicht wachsen, dass sich das Projekt "Sprachpension" auf dem richtigen Weg befindet, doch das Ende meines Rückblicks muss natürlich ein Blick nach vorn sein. Ein wichtiges Ziel für die Sprachpension in der kommenden Saison wird sein, den Anteil der Sprachkursgäste zu erhöhen, sowohl die Zahl der privaten als auch der Firmenkurse zu vergrößern. Wenn das gelingt, wird es eines Tages möglich sein, eine zweite Lehrkraft für die Sprachpension anzuheuern, damit Individualkurse auch parallel laufen können bei gemeinsamen Mahlzeiten und gemeinsamem Aktiv+Kreativ-Programm.
Auch die Belegung und Ausstattung der Gästezimmer und der Ferienwohnung kann durchaus noch eine Steigerung, Verbesserung und Verschönerung vertragen. Und inhaltlich gibt es noch allerhand Ideen, die auf ihre Umsetzung warten. Doch alles zu seiner Zeit und nichts überstürzen.
Und
schließlich hoffe ich, in den nächsten Monaten endlich das Online-Angebot
der Sprachpension in Startposition zu bringen. Damit möchte ich mir
keineswegs selbst Konkurrenz machen, denn ich bin nicht nur überzeugt,
sondern sicher, dass ein Kurs in der Sprachpension durch keinen Onlinekurs
der Welt zu ersetzen ist.
Doch das Online-Angebot hat zwei große Vorteile: Es wird Interessenten
für einen "richtigen" Sprachkurs die Möglichkeit geben,
die Methode und den Unterricht der Sprachpension kennen zu lernen, ohne
sich gleich zu einer Ausgabe in Höhe von 1000 Euro oder mehr entschließen
zu müssen. Die Skepsis, einen Sprachkurs bei einem kleinen, unbekannten
Anbieter im unbekannten Deutschland zu buchen, ist verständlicherweise
hoch. Durch qualitätvollen Online-Unterricht möchte ich das Vertrauen
der skeptischen Kunden gewinnen. Außerdem bietet der Online-Unterricht
Sprachkursgästen die Möglichkeit, auch nach ihrem Kurs online
bei der Sprachpension weiter zu lernen.
Insgesamrt bin ich zuversichtlich, dass es gelingen wird, die Sprachpension zum echten Geheimtipp zu machen unter Deutsch Lernenden, die ein außergewöhnliches Sprachkurserlebnis suchen und unter Urlaubern, die außer einer attraktiven Unterkunft eine persönliche Gastfreundschaft zu schätzen wissen, die man nicht in Euro und Cent bewerten kann.
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