| Die Sprachpension - Bahnhofstr.5 - D-79235 Vogtsburg im Kaiserstuhl - tel 0049-7662-936880 | impressum |
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In den vergangenen Wochen habe ich jede freie Minute dafür verwendet, mich in die Skriptsprache PHP einzuarbeiten. Das Ergebnis dieser Fleißarbeit sind ein paar weitere Neuerungen auf der Website der Sprachpension, die es Interessenten und Buchungswilligen noch leichter machen, sich über das Angebot der Sprachpension zu informieren und Anfragen und Buchungen zu verschicken: Die neuen Online-Kontakt- und Buchungsformulare für B&B- und Sprachkurs-Anfragen und Buchungen sind wirklich leicht auszufüllen, weil alle Felder, die nicht benötigt werden, deaktiviert sind. Die Sprachpension bekommt alle notwendigen Kontaktdaten ohne lange Rückfragen. Im B&B-Bereich haben sich die neuen Online-Formulare nach dieser kurzen Zeit bereits bewährt.
Viel einfacher ist es auch geworden, eine klare und schnelle Antwort z.B. auf die Frage zu erhalten: Was kostet mich denn so ein Sprachkurs, wenn ich 3 Wochen Deutsch lernen möchte mit 15 Stunden Sprachunterricht , 3 Stunden Fachsprache Medizin und 6 Stunden Aktiv+Kreativprogramm pro Woche, Unterbringung im Einzelzimmer und Halbpension? Dafür brauchen Sie jetzt keine e-mail mehr an die Sprachpension zu schreiben, denn dies beantwortet Ihnen im Nu der neue Kurskosten-Kalkulator. Sie finden ihn im Menü-Punkt "Kurse + Preise".
Und wenn Ihnen die Website der Sprachpension gefällt oder Sie eine Idee haben, wie man sie noch besser machen könnte, wenn Sie Gast in der Sprachpension gewesen sind und künftigen Gästen etwas mitteilen möchten, dann schreiben Sie doch einen Beitrag in das neue Gästebuch der Sprachpension! Sie finden es unter "Lob + Kritik" (24.06. 2011)
Eigentlich ist das gar keine Neuigkeit mehr, denn die beiden jungen Leute aus Moskau waren schon im Mai 2010 an einem Wochenende meine Gäste. Doch erst vor kurzem entdeckte ich ihren bebilderten Reisebericht im "Live Journal". Wer Russisch kann, ist eingeladen, ihn zu lesen, alle anderen können sich wenigstens an den schönen Fotos erfreuen, vom Frühstück in der Sprachpension - und vor allem aus Freiburg: http://dos-caras.livejournal.com/507241.html (22.05.2011)
Sie haben es schon bemerkt: Die Website der Sprachpension hat ein neues Gesicht. Das Hauptmenü ist schlichter geworden, die Links zu den Sprachen sind jetzt auf allen Seiten zu finden, dafür ist die "Willkommen"-Startseite ganz weggefallen und die Startseiten der 3 Sprachversionen enthalten nicht nur das Hauptmenü und Bilder, sondern kleine einleitende Texte zu allen Punkten des Hauptmenüs. Es gibt auch einige Änderungen auf den Unterseiten: zum Beispiel eine bessere Beschreibung des Kursangebots und die Zusammenfassung aller Infos zum Thema "Bed&Breakfast (Kurzvorstellung der Unterkunft-Alternativen, Preise und Belegungskalender) im Menüpunkt "Bed&Breakfast". Die ganze Umstrukturierung (ein Teil der Änderungen ist technischer Art und nicht unmittelbar sichtbar.) hat zwei Ziele: Sie soll die Website noch nutzerfreundlicher machen und sie soll sie in Suchmaschinen leichter auffindbar machen. Dazu gehört auch, dass sie unter der englischsprachigen Domain www.thelanguageguesthouse.de und unter der russischsprachigen www.jazykovojpansion.de jetzt ebenfalls zu finden ist. (02.05.2011)
Wer in der letzten Zeit die Sprachpension über eine Suchmaschine zu finden hoffte, hat sich vermutlich gewundert, auf einer wenig seriösen Seite zu landen. Das hängt damit zusammen, dass die Website der Sprachpension leider Opfer einer Virus-Attacke wurde. Das Virus hat unbemerkt auf dem Server eine Weiterleitung auf jene Seite installiert. Inzwischen wurde der Schädling beseitigt und seine Aktivitäten rückgängig gemacht und die Sprachpension ist wieder unter Google & Co. zu finden. (02.05.2011)
September 2011 Es herbstelt draußen...
...mit nicht mehr hochsommerlichen, doch immer noch freundlichen Temperaturen und zeitweiligen Regenfällen. Die Zwiebelkuchen- und Federweißer-Saison hat begonnen. Eine lange Traktorenschlange mit großen Bottichen voller Weintrauben auf dem Anhänger wartet vor der Winzergenossenschaft, um dort ihre süße Fracht abzuliefern. Auch ich habe meine Hof-Rebe bereits abgeerntet und die Trauben zu Saft und Gelee verarbeitet. Wer mein Gast wird, bekommt es zu kosten als süße Versuchung auf dem Frühstückstisch.
Hof-Rebe/ Traubengeleevorräte
Der Sommer bescherte der Sprachpension wieder viele internationale Gäste. Die Holländer und Dänen auf der Durchreise nach dem Süden waren wie immer am zahlreichsten. Viele von ihnen kamen nur für eine Nacht und staunten, wie schön es hier ist. "Ja, man kann hier richtig Urlaub machen. Das ist hier die Toscana Deutschlands" mache ich fleißig Werbung für den Kaiserstuhl. Und die eine oder andere Familie überlegt es sich, ob es sich lohnen könnte hier mal ein paar Tage zu bleiben. Es gab aber auch Traffic in die andere Richtung: Italiener aus Florenz auf dem Weg nach Holland!

Highlights auf dem Frühstücksbalkon: Bougainvillea- und Kaktusblüte
Außerdem eine bunte Mischung aus aller Herren Länder: 4 Chinesinnen schon im April, eine Familie aus Slowenien, die schon mal hier war, mehrere Familien aus den USA, darunter einige echte Texaner, ein bulgarisches Ehepaar, das in Luxembourg lebt, 3 Inder auf Businesstrip und 2 indische Familien, wohnhaft in Delhi und in Los Angeles, die in Europa zusammen auf Urlaubsreise waren, außerdem einige Kanadier und Australier, unter den letzteren ein Motorradfahrer (der aber nicht mit dem Motorrad direkt aus Australien kam) und zwei Damen auf 3-monatiger Europa-Tour. Dann eine Familie aus Tschechien und zwei aus Israel, ein sehr sportliches Ehepaar über 60, die den ganzen Weg von Dänemark bis in den Kaiserstuhl mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten (!), und eine Familie aus Finnland, die wenig Finnisches an sich hatte: die Frau stammte aus Südafrika und der Mann aus Argentinien, kennen gelernt haben sie sich in Dubai.
Frühstücksgäste aus Taiwan und aus Finnland
Solche kosmopolitischen Familien hatte ich schon mehrere hier: zum Beispiel ein deutsch-brasilianisches Ehepaar oder eine Familie, die schon im vergangenen Jahr hier war: Sie war Spanierin, er Österreicher, sie hatten viele Jahre in den USA gelebt und waren seit einem Jahr in Deutschland. Die Kinder waren alle 3 sprachig - da kann man neidisch werden. Oder das französische Paar aus Nancy: die Frau war Französin, der Mann Amerikaner norwegischer Abstammung. Natürlich gab es auch einige deutsche Gäste, Wander- und Fahrradurlauber und Familien mit Kindern. Und wenn gegenüber im Weingut "Freiherr von Gleichenstein" mal wieder eine Hochzeit gefeiert wird - und das geschieht durchschnittlich zweimal jährlich - dann sind die Gästezimmer in der Sprachpension ausgebucht, denn auch wenn es wirklich spät - oder besser früh - wird, haben müde getanzte Hochzeitsgäste nur ein paar Schritte zu gehen, bis sie ins Bett plumsen können.
Es waren auch einige Sprachkursgäste hier, zum Beispiel eine Spanierin aus Barcelona, von der ich eine Menge über die katalanische Kultur erfahren habe. Mit ihr habe ich ein weiteres Mal Kellerführung und ausführliche Weinprobe beim Kaiserstühler Winzerverein mitgemacht, außerdem aber auch die Traktorsafari des Weinguts Landerer, auf der wir die vier Nasen der professionellen Weinverkostung kennengelernt haben. Leider hatte ich die Kamera zu Hause vergessen, so konnte ich die Gaudi der Traktorfahrt und die Nasen im Weinglas nicht im Bild festhalten.

Mahlzeiten mit Sprachkursgästen aus Spanien und der Schweiz
Ein junger Schweizer aus dem Tessin war mein erster Sprachkursgast, der an einer Legasthenie/ Dyslexie leidet. Da mir die Auswirkungen dieser Lernstörung recht vertraut sind (ich habe eine Tochter, die davon betroffen ist), habe ich es gern übernommen, für den 16-jährigen ein individuelles Programm zusammenzustellen mit praktischen und spielerischen Anteilen und langen Erholungspausen zwischen den einzelnen Unterrichtsblöcken - oder auch mal einem spontanen Themenwechsel, wenn eine plötzliche Denkblockade das Weiterarbeiten unmöglich machte. Das Experiment darf als gelungen betrachtet werden. Der junge Mann hatte selbst das gute Gefühl, Fortschritte gemacht zu haben in den zwei Wochen seines Kurses: in einigen Bereichen der Grammatik, im Hörverstehen und im Sprechen. Und er hatte auch Spaß, zum Beispiel an dem Gesellschaftsspiel "Lingua" (ähnlich wie "Scrabble"), bei dem er - mit einem Wörterbuch bewaffnet - mir das Gewinnen wirklich nicht einfach gemacht hat. - Der Einzel-Unterricht bietet die optimalen Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse von Menschen mit Lern-Hindernissen einzugehen. Ich freue mich auf weitere Sprachkursgäste mit Handikaps, die diese Chance nutzen.

Sprachkursgäste beim Lingua-Spiel und auf dem Naturerlebnispfad Waldkirch
Eine weitere Premiere war mein erster Mutter-Kind-Sprachkurs mit Jill und Sofia (8 J). Die beiden sind Amerikanerinnen, die seit einem Jahr in Basel leben. Sofia besucht eine internationale Schule und lernt dort Deutsch, die Mama hat einen Erwachsenen-Sprachkurs besucht. Beide guckten ein bisschen ängstlich und skeptisch, was da wohl auf sie zukommen mag, als wir die erste Stunde beginnen wollten. Doch mit dem Thema "Tiere" haben wir einen guten Einstieg geschafft und die Skepsis verflog. Zwar war die Mama ein bisschen frustriert, wenn Sofia eine neue Struktur ohne viel Überlegen gleich anwenden konnte und Sofia runzelte gelangweilt die Stirn, wenn die Mama alles genau erklärt haben wollte, doch beim Singen von "Drei Chinesen mit 'nem Kontrabass", beim Backen von badischen Flammkuchen und paradiesisch leckeren Himbeersahne-Törtchen und beim Galgenmännchen-Spiel hatten sie beide Spaß. An einem Sonntag machten wir gemeinsam mit Max, dem jungen Schweizer, einen Ausflug nach Waldkirch zu einem Naturerlebnis-Pfad im Schwarzwald, der unter anderem mit einigen Seil-Hängebrücken und einer 190 m langen Röhren-Rutsche lockte.


Erster Kreativ-Urlaub in der Sprachpension
Im Juli hatte ich meine erste Kreativ-Urlauberin hier. Sie kam aus dem Osten Deutschlands (wo meine Laubsäge-Motive herkommen), hatte offensichtlich Bastel- (wenn auch nicht Dekupiersäge-) Erfahrung und geschickte Hände und sie brauchte wirklich nicht viel Anleitung und Übung, bis sie im Gefühl hatte, wie sie mit der Säge umgehen musste, um Teile sauber auszusägen. Auch sie begann damit "Laub" (nämlich Blätterformen) zu sägen: ein Gingko-Blatt, ein Ahornblatt, ein Weinblatt. Dann machte sie sich an ein Fensterbild mit einem Krippenmotiv und hatte Geduld und Ausdauer, dieses fertig zu bringen.
April 2011 Der Frühling ist da!
Im März hatte ich eine Sprachschülerin aus Moskau hier, die bei unseren Ausflügen und Spaziergängen den Frühling fotografiert hat. Hier ist ein Beispiel, das mir besonders gut gefällt:

Frühling im Kaiserstuhl / März 2011
Wir haben zusammen auch eine Fahrradtour unternommen: Nach Burkheim und dann am Rhein entlang nach Breisach .

Fahrradtour nach Breisach - hier am Burkheimer See / Erste Versuche
an der Dekupiersäge
Und sie war auch mein erster Gast, der die Dekupiersäge ausprobiert und Formen von (Laub-)blättern ausgesägt hat. Nur war das Wetter meistens viel zu schön, um die freie Zeit gern im Haus zu verbringen.
Ende Februar/ Anfang März war der mittlerweile fünfte Sprachkursgast aus Tschechien zu einem Firmensprachtraining in der Sprachpension. Außer spannenden Übungen zu den Relativsätzen und anderen Highlights aus der deutschen Grammatik galt es auch wieder, ein interessantes Aktivprogramm auf die Beine zu stellen. Vor der Touristensaison ist die Auswahl noch nicht so groß, doch auch im Februar gelingt es ohne weiteres, für Abwechslung und Erlebnis zu sorgen. So haben wir zusammen einen Vortrag des Ihringer Naturzentrums zum Thema "Rebflurbereinigung und Naturschutz" besucht, der eine Herausforderung für das Hörverstehen war, und außerdem (auch für mich) eine Menge interessanter Informationen über die Wechselbeziehungen zwischen Weinbau und Naturschutz im Kaiserstuhl lieferte. Weitere Ausflüge gingen zur Sektkellerei Geldermann in Breisach (mit Betriebsführung) und zum Elztalmuseum in Waldkirch.

Orgelbaumuseum Waldkirch mit Sprachkursgast als Kurbler
Da in Waldkirch das Orgelbauerhandwerk eine 200 jährige Tradition hat, ist im Elztalmuseum eine bemerkenswerte Sammlung mechanischer Flötenuhren, kleiner und größerer Dreh- und Jahrmarktorgeln bis zu beeindruckenden (von der äußeren Erscheinung und musikalischen Power) Orchestrien zu besichtigen. Wir hatten das Glück, eine sehr schöne Führung mit Demonstrationen einer Reihe von Instrumenten mitzumachen, und da mein Gast in der Gruppe der einzige gut trainierte junge Mann war, waren seine Muckis gefragt, um einem der etwas größeren Instrumente die Musik zu entlocken.
Wir haben auch den Bunten Abend des Oberrotweiler Pfauenrates zur alemannischen Fasnet besucht, doch die Büttenreden auf Alemannisch waren für das Sprachverständnis meines tschechischen Gastes denn doch etwas zu happig - und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch längst nicht alles verstanden!
Dezember 2010: Im Dezember war hier ein russischer Sprachkursgast, der neugierig auf die deutsche Vorweihnachts- und Weihnachtszeit war. An mehreren Tagen besuchte er den Freiburger Weihnachtsmarkt, um endlich ein paar gelungene Fotos von dort mit nach Hause zu nehmen. Doch die vielen Menschen, die sich um die einzelnen Stände drängelten, haben ihm dieses Vorhaben nicht gerade leicht gemacht.
Im Unterricht gab es passend zur Saison einen Adventskalender: Jeden Tag
ein Türchen öffnen? - Nein, ein kleine Faltschachtel aus farbigem Papier,
in der es statt Süßigkeiten mehr oder weniger knifflige, jahreszeittypische
sprachliche Aufgaben zu lösen galt.
Möchten Sie ein Beispiel? - Hier ist eins:
Leise rieselt der ________Leise rieselt der ___________ Ergänze im Text dieses Weihnachtsliedes die Reimwörter! |
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Wir hatten ein sehr familiäres und zugleich internationales Weihnachtsfest in der Sprachpension: In einer gemütlichen Runde zu sechst mit dreien meiner Kinder und zwei Sprachkursgästen aus Russland und Indonesien haben wir bei einem deutschen Weihnachtsbaum (mit echten Kerzen!) ein Schweizer Käsefondue und Burgunder Fleischfondue genossen, dazu Kaiserstühler Wein und zum Knabbern ostpreußische Pfefferkuchen nach dem Familienrezept, das ich noch von meiner Oma habe.

Weihnachtsessen in der Sprachpension
Das Wetter hat uns ein Bilderbuchweihnachten beschert mit Schnee und am zweiten Feiertag dazu Sonnenschein! Die folgenden Fotos sind auf einem Spaziergang mit meinem russischen Gast auf die Mondhalde entstanden, einen nahen Aussichtspunkt, von wo man bei klarer Luft den Schwarzwald und die Vogesen und mit Glück sogar die Schweizer Alpen sehen kann. Das konnten wir jetzt freilich nicht, doch von der großen runden Scheibe, auf der festgehalten ist, in welcher Richtung die großen Städte dieser Welt liegen, haben wir den Schnee weggekratzt und nachgeschaut, wo Moskau liegt.

Kaiserstuhl im Winter / Weihnachten 2010
In der ersten Novemberhälfte gab es noch ein paar richtig farbige Herbsttage. die ich auf einem Spaziergang mit einem weiteren Sprachkursgast aus Tschechien mit der Kamera festgehalten habe:
Kaiserstuhl im November (mit Palme!)
Auch dieser Gast interessierte sich für die Hochkönigsburg im nahen Elsass und so kamen die folgenden Bilder zustande:
Hochkönigsburg/Rittersaal und Waffenkammer (mit Sprachkursgast)
Oktober 2010

Es ist Oktober, die Trauben im Kaiserstuhl sind abgeerntet. Etwa 60 Blumentöpfe und Pflanzkübel sind von Balkon und Hof ins Haus umgezogen. Die Tage sind kurz und empfindlich kühl geworden. Die Sonne lässt sich seltener blicken und auch die Feriengäste werden weniger. Die Touristen-Saison 2010 ist fast zu Ende. Da ist es an der Zeit, einen kleinen Rückblick zu halten:
Nach einem schwierigen Anfangs- und Krisenjahr 2009 gibt das Jahr 2010 Anlass, optimistischer in die Zukunft zu blicken: Zahlreiche Gäste, deutlich mehr als im vergangenen Jahr haben in der Sprachpension auf dem Weg in den Süden übernachtet, für ein paar Tage Kurzurlaub genossen oder auch eine oder 2 erholsame Ferienwochen verbracht. Immer wieder waren die Gästezimmer voll belegt und auch die neue Gästewohnung hatte eine ermutigende Startsaison.
Auch die Zahl der Sprachkursbuchungen hat erfreulich zugenommen. Nach einem ersten Firmensprachkurs im Herbst 2008 (damals für eine leitende Mitarbeiterin im ukrainischen Zweigwerk eines mittelständischen deutschen Werkzeugherstellers) gelang es 2010, eine weitere international agierende Firma (Zulieferer für die Herstellung und den Betrieb von Textilmaschinen) vom Konzept der Sprachpension zu überzeugen. Bereits drei technische Führungskräfte aus einer Produktionsstätte in Tschechien haben in diesem Jahr mit gutem Erfolg ein Sprachtraining in der Sprachpension absolviert. Ein vierter Mitarbeiter, ebenfalls aus dem technischen Management, wird im November zu einem Sprachtraining kommen.
Rotweinnacht im Oberrotweiler Winzerkeller
Zufriedene Kunden sind die beste Werbung, deshalb möchte ich hier aus einem Brief dieser Firma zitieren: "...großes Kompliment, ich freue mich, daß unsere tschechischen Führungskräfte bei Ihnen in der Sprachpension so erfolgreich waren. Sie haben beide einen guten Schritt voran gemacht und fühlten sich offensichtlich beide sehr gut aufgehoben. ... Wie immer, wenn etwas erfolgreich ist, ensteht auch Folgebedarf. Unsere tschechische Tochter möchte gerne zwei weitere Führungskräfte aus dem unteren/mittleren Management bei Ihnen in der deutschen Sprache weiter qualifizieren. .."
Wunderbar war es, dass Gäste aus aller Welt als Touristen oder für
einen Sprachkurs den Weg in die Sprachpension gefunden haben.
Sie kamen aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden, der Schweiz,
Finnland, England, Polen, Russland, Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien,
den USA, Kanada, Japan, Taiwan, Indien, Israel und natürlich auch aus
Hamburg, Sachsen, Thüringen, vom Niederrhein und vom Bodensee, aus
dem Schwarzwald und aus Stuttgart, aus dem Ruhrgebiet, aus Berlin und aus
Ostfriesland - bestimmt habe ich noch das eine oder andere vergessen.
Besuch auf der Hochkönigsburg im Elsass (mit Sprachkursgast)
Mit meinen Sprachkursgästen habe ich alle Mahlzeiten geteilt. Doch auch mit einigen meiner Urlaubsgäste gab es gemeinsame Frühstücksrunden, für ein paar habe ich auch Abendessen gekocht und gemeinsam mit ihnen in unterhaltsamer Runde getafelt. Ein Pärchen aus Amerika hat mich aufs Weinfest nach Freiburg mitgenommen, mit Sprachschülern war ich unter anderem auf der Hochkönigsburg im Elsass, im Automobilmuseum in Mulhouse und bei einer Führung mit Weinprobe und einer Rotweinnacht mit 4-Gänge-Menü im Oberrotweiler Winzerkeller. Mit Gästen aus Belgien habe ich Kochrezepte diskutiert, mit Holländern das Endspiel der Fußball-WM im Fernsehen angeschaut. Manche haben mit mir über Gott und die Welt philosophiert, andere Wissenswertes über Blumenpflege mit mir ausgetauscht. Mit einigen habe ich eine Deutschunterricht-Schnupperstunde gehalten, anderen über die Besonderheiten des Kaiserstuhls erzählt, oder Tipps für Ausflüge gegeben.

Besuch im Automuseum (Sammlung Schlumpf) in Mulhouse
Ich hatte Akademiker und Arbeiter, Selbständige, Beamte und Rentner zu Gast, frisch Verheiratete auf Hochzeitsreise und langjährige Ehepaare, Familien mit Kleinkindern und solche mit Teenagern, auch eine Frau, die mit 5 Kindern unterwegs war. Menschen mit interessanten Berufen waren hier und andere mit spannenden Hobbys, Leute auf Businesstrip, Besucher von Familienfesten und natürlich Urlauber: Weingenießer und Naturfreunde, ein Fotograf auf Insektenjagd mit seiner Frau und eine Gruppe Mineraliensammler, Amerikaner auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie, Maler, Musiker und Motorradfahrer. - Viele waren erstaunt, wie schön der Kaiserstuhl ist und alle schätzten das Frühstück in der Sprachpension, den mediterranen Flair des Hauses und die persönliche, gastfreundliche Atmosphäre.

Sitzplatz zwischen mediterranen Pflanzen (mit einer Familie aus Holland)
Die Sprachpension gibt es erst seit gut zwei Jahren, sie kann noch nicht mit langjährigen Stammgästen aufwarten. Doch die ersten sind schon wiedergekommen: Ein russisches Paar, das aus beruflichen Gründen in der Schweiz lebt, kam schon nach wenigen Wochen für ein zweites Wochenende und brachte noch Freunde aus Russland mit. Zwei begeisterte Fahrradfahrer aus Belgien hatten das Glück, im Juni hier den kurzen diesjährigen Hochsommer zu erleben. Den ganzen Tag waren sie auf ihren "Fietsen" unterwegs, um dann abends auf dem Balkon die bodenständige Küche der Sprachpension zu genießen. Offensichtlich hat es ihnen geschmeckt, denn Ende September waren sie wieder da und brachten ein zweites, befreundetes Paar mit.
Frühstücksgäste aus Indien
Ein Familie aus Indien, die seit ein paar Jahren in San Franciso lebt, gehörte zu den ersten Gästen in der neuen Ferienwohnung. Die Frau gestand mir, sie habe sich spontan in diese Gegend hier verliebt. Sie hofft, eines Tages wiederkommen zu können zu einem Deutschkurs. - Das hoffe ich natürlich auch und träume davon, für sie und ihren kleinen Sohn ein Mutter-Kind-Programm anzubieten: 2 bis 3 Stunden Intensivunterricht am Tag für die Mama und eine Stunde mit Liedern und Spielen auf Deutsch für Mutter und Kind (Wie schön, dass ich noch Spielsachen und Bilderbücher von meinen Kindern hier habe). Für die Unterrichtszeit der Mama suchen wir dann eine nette Babysitterin oder ich frage mal im örtlichen Kindergarten, ob ein kleiner Inder für ein paar Wochen zu Besuch kommen darf.
Meine chinesischen Gäste, eine Frau, die beruflich schon öfter in Europa war und ihrer Schwester und ihren Eltern Deutschland zeigen wollte, kamen im Zug angereist und nutzen begeistert die Möglichkeiten des Konus-Gästetickets. Sie wohnten für eine Woche in der Ferienwohnung, waren mit Bus und Bahn viel unterwegs und haben eine Menge gesehen.
Lichterbogen "Dresdener Frauenkirche"
Das Kreativangebot wurde bisher noch nicht von Gästen genutzt, doch meine Präsentationsstücke im Treppenhaus und die schöne Dekupiersäge in der Küche der Sprachpension ernteten durchaus Beachtung. Ein Gast aus Holland hätte mir den Lichterbogen mit der Silhouette der Dresdener Frauenkirche sofort abgekauft als Dekoration für sein Blumengeschäft zuhause. Doch einer der Gäste im Oktober fühlte sich sofort angesprochen von der Idee zu einem Laubsäge-Kreativurlaub. Er verriet mir, dass er aus einer Schreinerfamilie stammt und das Arbeiten mit Holz liebt und möchte in ein paar Monaten zu einem Kreativ-Wochenende wiederkommen. Wunderbar. Ich freue mich darauf.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen meiner Gäste (und erfreulichen Bewertungen auf "Tripadvisor" und "Bed&Breakfast.com") lassen meine Zuversicht wachsen, dass sich das Projekt "Sprachpension" auf dem richtigen Weg befindet, doch das Ende meines Rückblicks muss natürlich ein Blick nach vorn sein. Ein wichtiges Ziel für die Sprachpension in der kommenden Saison wird sein, den Anteil der Sprachkursgäste zu erhöhen, sowohl die Zahl der privaten als auch der Firmenkurse zu vergrößern. Wenn das gelingt, wird es eines Tages möglich sein, eine zweite Lehrkraft für die Sprachpension anzuheuern, damit Individualkurse auch parallel laufen können bei gemeinsamen Mahlzeiten und gemeinsamem Aktiv+Kreativ-Programm.
Auch die Belegung und Ausstattung der Gästezimmer und der Ferienwohnung kann durchaus noch eine Steigerung, Verbesserung und Verschönerung vertragen. Und inhaltlich gibt es noch allerhand Ideen, die auf ihre Umsetzung warten. Doch alles zu seiner Zeit und nichts überstürzen.
Und
schließlich hoffe ich, in den nächsten Monaten endlich das Online-Angebot
der Sprachpension in Startposition zu bringen. Damit möchte ich mir
keineswegs selbst Konkurrenz machen, denn ich bin nicht nur überzeugt,
sondern sicher, dass ein Kurs in der Sprachpension durch keinen Onlinekurs
der Welt zu ersetzen ist.
Doch das Online-Angebot hat zwei große Vorteile: Es wird Interessenten
für einen "richtigen" Sprachkurs die Möglichkeit geben,
die Methode und den Unterricht der Sprachpension kennen zu lernen, ohne
sich gleich zu einer Ausgabe in Höhe von 1000 Euro oder mehr entschließen
zu müssen. Die Skepsis, einen Sprachkurs bei einem kleinen, unbekannten
Anbieter im unbekannten Deutschland zu buchen, ist verständlicherweise
hoch. Durch qualitätvollen Online-Unterricht möchte ich das Vertrauen
der skeptischen Kunden gewinnen. Außerdem bietet der Online-Unterricht
Sprachkursgästen die Möglichkeit, auch nach ihrem Kurs online
bei der Sprachpension weiter zu lernen.
Insgesamrt bin ich zuversichtlich, dass es gelingen wird, die Sprachpension zum echten Geheimtipp zu machen unter Deutsch Lernenden, die ein außergewöhnliches Sprachkurserlebnis suchen und unter Urlaubern, die außer einer attraktiven Unterkunft eine persönliche Gastfreundschaft zu schätzen wissen, die man nicht in Euro und Cent bewerten kann.
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